
- 11. März 2025
Das deutsch-französische Geschichtsprojekt „Wege der Erinnerung“ bringt Lernende und Lehrkräfte des BSZ Stendal und des Lycée Martin Nadaud zusammen, um gemeinsam die Geschichte des Dritten Reiches und den Holocaust zu reflektieren. Gefördert wird das Projekt auch vom Rotary Club Stendal. Eine Scheckübergabe erfolgte am 11. Februar 2025.
„Wege der Erinnerung – Le chemins de la mémoire“ so der Name eines deutsch-französischen Geschichtsprojekt des Lycée Martin Nadaud aus Saint-Pierre-des-Corps/Frankreich und des BSZ Stendal, das in den vergangenen Monaten auf den Weg gebracht wurde. Ideengeber der Bildungsreise, bei der sich die Teilnehmenden auf die Spuren des Holocaust begeben, ist Francois Huguet (Foto: r.), Geschichtslehrer an der französischen Berufsschule. Über das Lycée Albert Bayet, die französische Partnerschule des BSZ Stendal in Tours, wurde das Vorhaben im Sommer 2024 an Lehrkraft Dörte Metelmann (2.v.l.) herangetragen. Die zeigte sich sofort begeistert und die gemeinsame Projektplanung in Frankreich und Deutschland begann. In der Zeit vom 24. bis 31. März 2025 besuchen zwölf Schülerinnen und Schüler verschiedener Bildungsgänge und vier Lehrkräfte des BSZ Stendal sowie 13 französische Auszubildende und fünf Lehrkräfte Gedenkstätten in Berlin, Prag, Krakau und Auschwitz. Auf französischer Seite stehen zudem Nürnberg, Theresienstadt, München und Dachau auf dem Reiseplan. Ziel der deutsch-französischen Studienfahrt ist eine gemeinsame Aufarbeitung und Reflexion der Geschichte des Dritten Reiches. Im Fokus stehen dabei die Themen Indoktrination, Propaganda, Holocaust und der Deutsche Widerstand.
Zur Vorbereitung auf die Fahrt finden am BSZ Stendal sechs verschiedene Workshops zu Judentum und Antisemitismus, der Wannseekonferenz, Propaganda und Indoktrination, dem Konzentrationslager Auschwitz, dem Deutschen Widerstand sowie zu den Erwartungen der Teilnehmenden statt. Erste Station der Exkursion wird dann der Besuch der Dauerausstellung zur Wannseekonferenz sowie der Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Berlin sein. In Prag ist unter anderem ein Stadtrundgang durch das jüdische Prag, ein Workshop zu jüdischen Ritualen und ein Essen in einem jüdischen Restaurant geplant. In Krakau stehen eine Führung durch das ehemalige jüdische Ghetto, ein Besuch der Synagogen und der Schindler-Fabrik samt Workshop auf dem Programm. Zudem wird es eine Führung durch das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau und einen anschließenden Workshop mit dem Titel „They survived to live – life after Auschwitz“ geben. Begleitet werden alle Stationen von reflexiven Gesprächsrunden zur emotionalen und faktischen Auseinandersetzung mit dem Erlebten und Gesehenen. Die Teamfähigkeit, Toleranz und interkulturelle Kompetenz sollen gestärkt und die Entwicklung eines Demokratiebewusstseins der Teilnehmenden gefördert werden.
Finanziell unterstützt wird das Projekt vom Ministerium für Bildung Sachsen-Anhalt und der Landeszentrale für politische Bildung. Eine weitere Förderung in Höhe von 800 Euro kommt vom Rotary Club Stendal. Eine symbolische Scheckübergabe an das BSZ Stendal erfolgte am 11. Februar 2024. Präsident Jörg Spanier (3.v.l.) begründete die Entscheidung unter anderem damit, dass insbesondere dieser Teil der deutschen Geschichte nicht in Vergessenheit geraten darf.
Foto © BSZ Stendal

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