Startseite > Fachschule Sozialwesen: Erster Fachtag „Lernort Praxis“ mit mehr als 70 Praxisanleitenden
- 8. April 2024
Der Lernort Praxis in sozialpädagogischen Berufen stand im Fokus des ersten Fachtags für Praxisanleitende der Erzieher-Ausbildung. Organisiert hatten die Veranstaltung die Fachschule Sozialwesen des BSZ Stendal und das Institut für Qualität und Entwicklung sozialer Berufe (IQuEnt) Wolmirstedt.
Unter dem Titel „Ausbilden – Reflektieren – Qualifizieren“ fand am 21. März 2024 in den Räumlichkeiten des Landkreises Stendal an der Hospitalstraße erstmals ein Fachtag für Praxisanleitende in sozialpädagogischen Einrichtungen statt. Praxisanleitende begleiten Auszubildende zur Erzieherin bzw. zum Erzieher während ihrer dreijährigen Ausbildung in sozialpädagogischen Handlungsfeldern. Seit Mai 2023 organisierten die Fachschule für Sozialwesen des BSZ Stendal und das an der Evangelischen Fachschule für Soziale Berufe in Wolmirstedt angesiedelte Institut für Qualität und Entwicklung sozialer Berufe (IQuEnt) diese Veranstaltung. Unterstützt wurden sie dabei von der Fachberatung für Kitas und Hort des Landkreises Stendal.
Der Fachtag, an dem mehr als 70 Praxisanleiterinnen und Praxisanleiter aus regionalen sozialpädagogischen Einrichtungen sowie zwei Auszubildende teilnahmen, wurde am Vormittag durch ein digitales Grußwort der SPD-Landtagsabgeordneten Juliane Kleemann eröffnet. Mit wertschätzenden Worten unterstrich sie die Wichtigkeit der frühkindlichen Bildung, einer qualifizierten Erzieherausbildung sowie die Notwendigkeit eines solchen Fachtages.
In einer anschließenden Podiumsdiskussion stellten die Organisatoren heraus, dass die Ausbildung von angehenden Erzieherinnen und Erziehern gleichwertig in Theorie (Fachschule Sozialwesen) und Praxis (sozialpädagogische Einrichtungen) erfolgt und von vielen Menschen mitgetragen wird. Die Seite der Praxis vertrat Praxisanleiterin Ulrike Hübner (Kita Johannitersternchen Stendal), die der Theorie Denise Mikoleit und Dörte Metelmann (Lehrkräfte Fachschule Sozialwesen am BSZ Stendal). Für die Auszubildenden sprachen Anne Rodenbeck (Teilzeit-Erzieherausbildung) und Dustin Wulff (Vollzeit-Erzieherausbildung). Die Moderation übernahm Gregor Schöpe (IQuEnt Wolmirstedt).
Zunächst wurden die Vor- und Nachteile der beiden am BSZ Stendal angebotenen Ausbildungsmodelle – die praxisintegrierte Teilzeitausbildung sowie die Vollzeitausbildung – diskutiert und Qualitätsmerkmale sowohl in der theoretischen als auch in der praktischen Ausbildung definiert. Der allgemeine Tenor: Eine gute Zusammenarbeit zwischen den Lernorten Schule und Praxis bilde eine wesentliche Grundlage für eine qualitativ hochwertige Erzieherausbildung. Die Fachschule Sozialwesen am BSZ Stendal nehme hier eine Vorreiterrolle in der Region ein. Zudem wurde seitens der Praxis betont, dass Zeit für Reflexion und Austausch mit den angehenden pädagogischen Fachkräften überaus bedeutsam sei. Aufgrund der Rahmenbedingungen fehle es oftmals aber genau daran.
Dennoch zeigten sich die Praxisanleitenden überaus motiviert. Ihrer Verantwortung im Ausbildungsprozess bewusst, sind sie bestrebt, die Auszubildenden auf ihrem Weg umfassend zu unterstützen. In zwei Workshop-Phasen mit jeweils vier Workshops bot sich die Möglichkeit zum Austausch und zur Erweiterung des methodischen Repertoires. Themen waren „Biografiearbeit“, angeleitet von Doreen Pietrzyk (Landkreis Stendal) und Anne Marie Schulz (BSZ Stendal), „Reflexion/Feedback“ (Gregor Schöpe/IQuENT Wolmirstedt), „Leistungsbewertung“ (Dominique Knüpfer/Evangelische Fachschule für Soziale Berufe Wolmirstedt) sowie die Arbeitsweise des Anleiterstammtischs (Denise Mikoleit und Dörte Metelmann/BSZ Stendal). Der Anleiterstammtisch ist eine vom BSZ Stendal ins Leben gerufene regelmäßige Zusammenkunft von Praxisanleitenden und Theorie-Lehrkräften.
Die Organisatoren blicken zufrieden auf den Tag zurück. Dörte Metelmann fasst zusammen: „Der Austausch zwischen den Lernorten ist unabdingbar. In den vergangenen Jahren konnten wir einige Vorbehalte seitens der Praxis ausräumen und die Zusammenarbeit intensivieren. Jedoch wollen wir uns nicht darauf ausruhen, sondern weiter aktiv die Kooperationsbeziehungen mit Leben füllen.“ Alle Beteiligten waren sich einig, dass Fachtage regelmäßig stattfinden sollten und es weitere Angebote dieser Art geben wird.
Für das leibliche Wohl der Fachtag-Teilnehmenden sorgten Schülerinnen und Schüler des BSZ Stendal unter der Leitung von Lehrkraft Sandy Ruppelt, für einen reibungslosen Programmablauf vor Ort Kerstin Beyer von der Fachberatung Kita und Hort des Landkreises Stendal.
Dörte Metelmann,
Bildungsgangteamleiterin Teilzeit-Erzieherausbildung











Fotos © BSZ Stendal

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