Erasmus+: Angehende Industriekauffrau zum Auslandspraktikum in Frankreich
Gabriele Galdikaite (r.) aus der Klasse KID23 sammelte Praxiserfahrung im französischen Tours. Ebenfalls für ein Auslandspraktikum entschieden hatte sich Kinderpflege-Schülerin Lilly Blau.

Einen Einblick in den Arbeitsalltag in Frankreich verschaffte sich Gabriele Galdikaite, Auszubildende zur Industriekauffrau im ersten Lehrjahr, bei einem Auslandspraktikum in Tours. Gefördert wurde der am 24. Januar 2024 gestartete vierwöchige Aufenthalt, an dem noch weitere Schülerinnen und Schüler des BSZ Stendal teilnahmen, vom Programm Eramus+ der Europäischen Union.

„Ich habe vier Wochen in Tours ein Praktikum im Rahmen meiner Ausbildung zur Industriekauffrau absolvieren dürfen. Für die Anmeldung für das Förderprogramm Erasmus+ mussten ein paar Dokumente ausgefüllt und unterschrieben werden, dazu kam noch eine Bewerbung auf Deutsch und Englisch. Da ich mich entschieden hatte, mit einer weiteren Schülerin eine Unterkunft zu teilen, musste auch das vorab gesucht und gebucht werden.

In den vier Wochen habe ich insgesamt vier Stellen durchlaufen. Als Erstes war ich in der Berufsschule Lycée Albert Bayet, der Partnerschule des BSZ Stendal. Es war ein sehr nettes Empfangen und man hat sich gleich wohlgefühlt. Falls man Fragen hatte, waren alle sehr gewillt, einem zu helfen oder jemanden zu suchen, der einem weiterhelfen konnte. Als nächstes ging es für mich an das Lycée Professionnel François Clouet, wo auch da die Mitschüler und Lehrkräfte sehr hilfsbereit und zuvorkommend waren. Es war sehr spannend zu sehen, wie die Schüler dort ihrem Alltag nachgingen und was dort zu meistern war. Im Gegensatz zu deutschen Schulen fängt der Unterricht dort nämlich später an und geht bis teilweise 17.30 Uhr. Das war schon eine größere Umstellung, an die man sich erst gewöhnen musste. Aber dafür gibt es auch eine lange Mittagspause und eine große Auswahl an Essen in der Kantine.

Nach den zwei Wochen Schule ging es für mich als Erstes in einen Bereich der Verwaltung am Lycée Albert Bayet. Auch mit den fehlenden Sprachkenntnissen war es möglich, sich gut zu unterhalten. Entweder mit Englisch und falls man da nicht weiterkam, hat ein Online-Übersetzungsprogramm seine Hilfe geleistet. Es war interessant zu sehen, mit welchen Systemen und Arbeitsmitteln die Fachkräfte arbeiten und was zu ihren täglichen Aufgaben gehört.

Danach hatte ich einen Praktikumsplatz in der Organisation Youth for Understanding, die Schülern hilft, eine Gastfamilie und Schule im Ausland für einen Schüleraustausch zu finden. Ich wurde durch alle Bereiche geführt und mir wurde alles sehr gut erklärt.

Im Großen und Ganzen war das eine sehr tolle Erfahrung, die Menschen waren alle sehr herzlich und man hat sich immer Willkommen gefühlt. Ich habe viele tolle Leute kennengelernt und man konnte wirklich schnell Anschluss finden. Es war schön, die französische Kultur, die Essgewohnheiten und den Umgang miteinander so hautnah mitzuerleben. In der Stadt konnte man viele schöne Sehenswürdigkeiten sehen, genauso wie viele Restaurants und Bars an jeder Ecke waren. Da Paris nur zwei Stunden entfernt war, durfte ein Abstecher natürlich nicht fehlen. Es war schön, die Gebäude und die kleinen Ecken der Stadt zu erkunden. Natürlich sollte man, egal was man erkunden oder besichtigen möchte, sich über den Eintritt und den Weg dahin informieren. Da ich nur auf die öffentlichen Verkehrsmittel zurückgreifen konnte, hat mir die örtliche Bus-und-Bahn-App sehr geholfen. Genauso wie für den Eintritt zu Sehenswürdigkeiten Websites von Anbietern aus dem Internet.

Das Fazit: Ich habe eine sehr schöne Zeit in Tours gehabt, viele tolle Menschen kennengelernt und unglaublich viel gesehen. Dadurch, dass ich in einem fremden Land war und vieles alleine regeln musste, habe ich mehr Selbstvertrauen und Selbstbestimmtheit dazugewonnen. Ich habe einige Sprachkenntnisse dazugelernt und konnte einen Blick auf das Berufsfeld werfen, von einer komplett anderen Perspektive. Falls man so eine Möglichkeit bekommt, würde ich sie jedem weiterempfehlen.“

Gabriele Galdikaite,
Klasse KID23

 

Wenn du Schülerin oder Schüler am BSZ Stendal bist und dich für ein Auslandspraktikum interessierst, erhältst du Informationen dazu sowie zum Förderprogramm Erasmus+ bei:

Dörte Metelmann (Lehrkraft im Haus 1)
E-Mail: doerte.metelmann@bsz-stendal.de

 Foto © BSZ Stendal/privat

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